Webpraxis Cottbus Adresse Ecke
Startseite
Wie die Idee zur Webpraxis entstanden ist
Die Webpraxis
Meine Praxis
Was gibt es Neues?
Linksammlung zu medizinischen und zahnmedizinischen Themen
Impressum
private Homepage

 

Die Webpraxis

Wir bieten unseren Patienten die Möglichkeit, vom Behandlungsstuhl aus einen an das Internet angeschlossenen Computer zu bedienen. Ein schnurloser Trackball, der nach jeder Benutzung desinfiziert wird und eine abwaschbare, flexible Tastatur dienen als Eingabegeräte.

Die Patienten können sich ihre Lieblingsseiten selbst öffnen. Nachrichtenseiten sind gefragt und zur Fußballweltmeisterschaft war der Liveticker natürlich sehr beliebt.

Weitere häufig besuchte Seiten

Das Storchennest ist in den Monaten April bis August die meistbesuchte Seite mit Livebeobachtungen des Vetschauer Storchennestes und kommt besonders bei älteren ansonsten der modernen Technik gegenüber eher skeptisch eingestellten Patienten gut an.

In den Wintermonaten findet die Wildtierbeobachtung von Wildtiere-live großen Anklang.
Tierbeobachtungen seien beruhigend, meinte neulich ein Patient.

Die Seiten webcampool.de mit Livestreamsammlungen, phoenix.de und Livefernsehen bei zattoo.com werden ebenfalls manchmal besucht.

Außerdem ist auch schon die eine oder andere Bundestagsdebatte vom Zahnarztstuhl aus verfolgt worden.

Theoretisch ermöglichen wir unseren Patienten auch das Abrufen ihrer E-Mails.

Das Web ist kurzweilig und scheint ideal einsetzbar zu sein auch bei kürzeren Behandlungszeiten und zum Überbrücken von Wartetezeiten.
Den Computer können auch Kinder zum Spielen nutzen, während die Eltern behandelt werden.


Technische Ausstattung

Mit dem aus dem Internet heruntergeladenen Programm „Click-N-Type“ ist es möglich, ohne Tastatur zu schreiben. Die Buchstaben und Zeichen werden dabei nicht eingetippt, sondern mit dem Trackball angeklickt.

Auf der Abbildung erkennen Sie in der rechten unteren Ecke das Programm "Click-N-type".

Aus Datenschutzgründen ist dieser Computer nicht mit dem Rechner vernetzt, auf dem das Patientenverwaltungsprogramm läuft.

Ich verstehe das Ganze als Experiment und verspreche mir von diesen und ähnlichen „Ablenkungsmanövern“ ein Heraufsetzen der Schmerzschwelle.


Erklärung des Ablenkungseffektes

Immer das gelangt vorrangig ins Bewusstsein, worauf die Aufmerksamkeit gerichtet ist. Die verschiedenen Reize konkurrieren dabei um die Aufmerksamkeit, wobei Schmerzreize und Angstgefühle aus evolutionären Gründen primär wahrgenommen werden.
Wenn sich nun ein starker ablenkender Reiz durchsetzt , werden Schmerz und Angst weniger dramatisch empfunden. Sie treten in den Hintergrund, weil die Aufmerksamkeit ein neues Ziel gefunden hat.

So weit die Theorie und es bleibt abzuwarten, ob die Webinhalte immer für die nötige Spannung sorgen.


Bisherige Erfahrungen

Positive Effekte scheinen sich bei sehr ängstlichen Kindern abzuzeichnen, wir verfügen nämlich auch über eine kleine Spielesammlung.
Die Kinder erwarten nicht, dass sie beispielsweise Moorhühner abschießen können, wenn sie auf den „Marterstuhl“ klettern. So mag ihre plötzliche Aufgeschlossenheit gegenüber meiner Tätigkeit auch teilweise am Überraschungseffekt liegen.

Schwierigkeiten ergeben sich bei den Patienten, die den Umgang mit dem Computer nicht gewöhnt sind.
Aber wenn es die Zeit erlaubt, erhalten sie von uns die nötige Unterstützung.
Es gibt allerdings auch Patienten, die unsere neue Ablenkungsmöglichkeit nicht nutzen möchten.

Über gute Erfahrungen mit ähnlichen Strategien berichten beispielsweise die Webseiten von Dr. Kaercher und Dr. Foerster.


Ausblick

Den Bildschirm sehe ich nur als provisorische Lösung. Er ist nämlich nicht aus jeder Patientenposition heraus zu sehen und sehr kleine Schriftzeichen sind nicht immer gut lesbar.

Ich stelle mir vor, dass eine hochauflösenden Datenbrille noch bessere Effekte bringen würde. Die Datenbrille verstellt den Blick auf die „angstfördernde“ Umgebung und erleichtert dem Patienten das Eintauchen in eine für ihn angenehmere virtuelle Welt.
Leider wird so eine Brille im Handel noch nicht angeboten.

Der von einigen Kollegen benutzte und auf den beiden oben aufgeführten Webseiten beschriebene eye-trek ist von der Auflösung her nicht geeignet, um beispielsweise auch Text zu lesen und für den Anschluss an einen Computer ist er auch nicht ausgelegt.
Das Ansehen von Videofilmen lohnt sich auch nur bei einer längeren Behandlungszeit. Die trifft aber auf die wenigsten Patienten zu.

Eine Datenbrille für Webinhalte würde aus diesen Gründen für mich die interessantere und kurzweiligere Alternative darstellen.

 
 
Ecke Ecke